Wahlkampf tritt in die heiße Phase

Große Themenvielfalt beim politischen Abend in Teisendorf – Bürger zeigen viel Interesse

Teisendorf (awi). Der Wahltermin für die Bundestagswahl für den 19. Bundestag am 24. September rückt näher. Und nicht nur bei den politischen Akteuren im Landkreis und darüber hinaus steigen Anspannung und Veranstaltungsaktivitäten. Auch die Bürger zeigen sich interessiert, was sich an vielen gut besuchten politischen Veranstaltungen in den Gemeinden zeigt. So auch in Teisendorf wo am Freitag Abend viele zur CSU-Veranstaltung in den Gasthof Alte Post gekommen waren. Eingeladen hatte der CSU Ortsverband und der heimische Bundestagsabgeordnete und CSU-Spitzenkandidat Dr. Peter Ramsauer, der den Besuchern im Rahmen seiner „Sommergespräche“ Rede und Antwort stand.

Zu Beginn des Sommergesprächs sagte der Teisendorfer CSU-Ortsvorsitzende Gernot Daxer in seiner Begrüßung: “Wir sind schon im Endspurt des Wahlkampfes. Euer Kommen hat sich gelohnt, da bin ich mir sicher“ rief er den Besuchern im recht gut gefüllten Saal zu.  Der Ausschussvorsitzende für Wirtschaft und Energie Dr. Peter Ramsauer betonte zu Beginn seines moderierten Vortrages, er freue sich im „gelobten Land“ sein zu können, das sich für ihn zwischen Salzach, Königssee und Chiemsee wiederfinde.
Wenn nötig: Jeden Tag 100 Prozent geben
„Jeden Tag die Dinge mit Feuer anpacken“ sei sein Ziel und auch seine Überzeugung. Diese Haltung sei nötig, um den Auftrag als Mandatsträger zur Zufriedenheit von Bürgern und Wählern ausüben zu können. Er wolle in der Verantwortung des Mandats bereit sein, jeden Tag 100 Prozent zu geben.
„Lieber sind mir lang läutende Kirchenglocken, als der Ruf eines Muezzin“ sagte Dr. Peter Ramsauer, nachdem sich Teisendorfs Kirchenglocken pünktlich und lange anhaltend um 20.00 Uhr meldeten.
Autobahnausbau interessiert die Bürger
Er machte deutlich, dass die 65 Kilometer Autobahnausbau zwischen Frasdorf und dem Walserberg als sechsspuriger Ausbau mit Standstreifen kommen werde. Die Zeitachse sei hier jedoch offen. „Der Ausbau wird der letzte Ausbau dieses Abschnitts werden, und das vielleicht sogar historisch gesehen.“ Man brauche eine zukunftsträchtige und dauerhafte Lösung sagte er zu dem Großprojekt und stellte die unterschiedlichen Planungsstadien vor. Im Gegensatz zu früheren Jahren, seien die nötigen Finanzmittel in ausreichendem Maße vorhanden. Die Problematik liege jedoch in enorm langen Planungszeiträumen. Mit verantwortlich sei hier unter anderem auch eine ausufernde Bürokratie sagte der Bundesverkehrsminister a.D. mit Blick auf einen überbordenden Natur- und Tierschutz, der in den Genehmigungsvorgaben oft auch die Grenzen der Rationalität verlasse.
In Sachen Landwirtschaft betonte er, dass er mit allen wichtigen Marktteilnehmern rede. Letztlich sei es aber entscheidend, dass man in der Marktorientierung eine ordentliche Preispolitik betreibe. Dazu benötige man internationale Märkte sagte er mit Blickrichtung der Russland-Sanktionen für die er ein klares „Nein“ habe.
Tourismusbranche boomt
Er freue sich über die boomende Tourismusbranche. „Der Chiemgau, das Berchtesgadener Land sind ausgebucht. Welch eine gute Nachricht“ betonte er bei zum Teil sensationellen Zahlen des Gast- und Beherbergungsgewerbes. Gleichzeitig hob er warnend den Finger: „Das muss nicht zwingend so bleiben. Der Gast den wir gewonnen haben, der muss mit dem Gefühl nach Hause fahren, dass er die Gastlichkeit und Liebenswürdigkeit des Berchtesgadener Landes spürt“ sagte der heimische Bundestagsabgeordnete.
Dieselthematik von Hysterikern dominiert
„Mit der CSU und mit mir als Abgeordneten wird es kein generelles Fahrverbot geben“ sagte er zu einer hysterischen und ideologisierten Diskussion, in dessen Missklang auch das Umweltbundesamt mit einstimme. Der Frontalangriff gegen den Diesel in Deutschland finde in der amerikanischen Autoindustrie einen Hauptgewinner. „Der Diesel muss für den Wirtschaftskrieg herhalten, den der amerikanische Präsident Trump vom Zaun gebrochen hat.“
Steuern und Schulden im Gleichklang runter
Die Finanzsituation der Kommunen, des Landes und des Bundes seien gut. Seien Forderungen seien vor dem Hintergrund der aktuellen Situationen ein Dreiklang: Altschulden zurückzahlen, das Geld in den Taschen der Bürger belassen und Steuerentlastungen vornehmen. „Und da ganz vorne die Abschaffung des Solidaritätszuschlages.“ Eine Frage der Gerechtigkeit sei für ihn daneben die Abschaffung der kalten Progression.
Europa braucht eine starke deutsche Stimme
Gerade in Zeiten des Gegenwindes, der unter anderem auch durch den Brexit verstärkt werde, sei eine starke deutsche Stimme wichtig. National wie internationale falle hier nur ein Name: „Und der heißt Angela Merkel.“ Für ihn komme eine Vergemeinschaftung der Schulden nicht in Frage, Eurobonds seien im Gegensatz zum politischen Mitbewerber ein „No-Go“ für ihn.
Neben der Diskussion um Sachthemen ließ er die Anwesenden aber auch in sein Privatleben blicken. „Man will ja auch wissen, wen man wählt“ sagte Moderatorin Claudia Siemers. Den Menschen Dr. Peter Ramsauer mit seinen Argumenten konnten die vielen Besucher an dem Abend ein Stück näher kennenlernen. „Hilfreich für die persönliche Wahlentscheidung“ sagte ein Besucher der Sommergespräche in Teisendorf nach einem informativen rund zweistündigen Informations- und Diskussionsabend an dem auch Urlauber und Besucher aus anderen Bundesländern Dr. Peter Ramsauer und die Christlich-soziale Union gleichermaßen viel Lob für die politische Arbeit zollten.

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