Staatliches Bauamt sucht den Dialog mit den betroffenen Grundstückseigentümern in Obing

Ortsumgehung: Spatenstich am 24. Juli – Altenmarkt: Planmäßiger Verlauf – Dr. Peter Ramsauer in Abstimmung mit Vorhabensträger

Traunstein/ Altenmarkt/ Obing. Die beiden großen Straßenbauprojekte im nördlichen Landkreis kommen voran: Die Ortsumfahrung Obing und der Aubergtunnel mit der Ortsumfahrung Altenmarkt an der B 304 werden beide vorangetrieben, letztere nach langer, unter anderem auch klagebedingter Verzögerungszeit. Zuletzt war allerdings Kritik bei den Grundstückseigentümern von der Ortsumfahrung Obing an der B 304 tangierten Grundstückseigentümern laut geworden.

Dem tritt die für die Baumaßnahme zuständige Behörde, das Staatliche Bauamt Traunstein, nun entgegen, und geht auf die Eigentümer zu. Durch das vollziehbare Baurecht, das seit Mitte April diesen Jahres besteht, sei nun auch für den erforderlichen Grunderwerb eine neue Situation entstanden, heißt es von Seiten des Bauamtes. In dieser Woche erhalten jetzt alle Grundstücksbetroffenen der Baumaßnahme ein Schreiben, indem über den Sachstand des Grunderwerbs informiert wird. Das betonte im Rahmen eines Ortstermins Leitender Baudirektor Sebald König, der sich mit dem heimischen Bundestagsabgeordneten Dr. Peter Ramsauer am Freitag zu einem vor Ort Termin an der doch arg unter der erdrückenden Verkehrsüberlastung leidenden B 304 in Altenmarkt traf, um wesentliche Eckpunkte der derzeitigen Vorgehensweise zu besprechen und zu diskutieren.

Im nötigen Grundstückserwerb kommt man voran und hat bereits rund 12 Hektar trassennah erworben, was auch Chancen für Tauschflächen eröffnet. Gleichwohl ist – nicht zuletzt auch durch medial angeheizte Preisdiskussionen – auch der eine oder andere Erwerb ins Stocken geraten, wie Helmut Sarembe, im Bauamt zuständig für die Grundstücksverhandlungen, im Gespräch betonte. Die Flächen würden gemäß der ermittelten Werte des Gutachterausschusses erworben. Man sei aber auf einem guten Weg und im Gespräch mit den Eigentümern, die Zug um Zug nach einer vorgegebenen Priorisierung nun verstärkt gesamt kontaktiert würden. Priorisierungen waren insbesondere auch dort gegeben, wo ökologische Ausgleichsmaßnahmen mit entsprechendem zeitlichem Vorlauf erforderlich waren und sind. Zwei Jahre sind hier für den Waldausgleich vorgesehen, je ein Jahr für Kiebitz und Zauneidechsen.

Eine Konzentrierung gab es bisher für die Grundstücksflächen, die im Bereich der Gemeindeverbindungsstraße Pfaffing – Stöttwies liegen. Dort soll am 24. Juli auch der Spatenstich mit einem Festakt begangen werden. Mit der eigentlichen Hauptstrecke wird erst in rund einem Jahr begonnen.

„Unser Ziel ist es selbstverständlich, auch weiterhin mit allen Grundstücksbetroffenen einvernehmliche Lösungen mit bestmöglichen Ausgleich der unterschiedlichen Interessen und der leider unvermeidlichen Eingriffe zu finden“ betonte Leitender Baudirektor König. Rechtlich mögliche Besitzeinweisung und Enteignung seien nur das letzte Mittel
Der Bau der 4,7 Kilometer langen Ortsumfahrung startet offiziell mit dem Spatenstich am 24. Juli, zu dem auch Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt erwartet wird. Das Staatliche Bauamt hofft auch auf eine rege Beteiligung der Öffentlichkeit und insbesondere der 50 Grundstückseigentümer und der diversen Pächter.

Altenmarkt: Planmäßiger Verlauf

Zufrieden zeigten sich die Beteiligten mit dem Verlauf der Bauarbeiten am Aubergtunnel bei der Ortsumgehung Altenmarkt an der B 304, die eine Baulänge von 1,5 Kilometer aufweist. Das Kernstück der Maßnahme, der Tunnel ist mit 427 Meter angegeben. Es läuft gut und planmäßig zeigte sich Leitender Baudirektor Sebald König zufrieden. Der Aubergtunnel darf nach einem Beschluss des 8. Senats des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofes (VGH) vom September 2016 gebaut werden.
Dass die beiden von vielen lang ersehnten aber auch zum Teil (insbesondere Altenmarkt) sehr kontrovers diskutierten Projekte auch zeitlich gut zusammen passen zeigt sich auch im Timing. Rund 50.000 Kubikmeter Material, das in Altenmarkt weggebracht werden muss, kann großteils in Obing gut untergebracht werden. „Die passen gut zusammen“ betonte König im Rahmen des Ortstermins.

Dr. Peter Ramsauer hatte beide Projekte insbesondere auch in seiner Zeit als Bundesverkehrsminister mit aller Kraft vorangetrieben.

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