Baumaßnahmen am Bischofswieser Bahnhof kommen gut voran – Vier Millionen Euro Projekt soll im November fertig sein

„Das ist ein echter Gewinn für die Gemeinde Bischofswiesen“ betonte Erster Bürgermeister Thomas Weber beim kürzlich stattgefundenen Ortstermin an der Großbaustelle des örtlichen Bahnhofs. Wird dieser in Bischofswiesen doch barrierefrei ausgebaut und modernisiert. Dazu werden zwei neue Außenbahnsteige neugebaut, barrierefreie Gehwege und ebenerdige Zugänge inklusive. Mit der neu zu erbauende Eisenbahnunterführung entsteht ein zusätzlicher Zugang zu den Bahnsteigen.

Die Maßnahme werde sich auch auf die Region positiv auswirken, zeigte sich das Gemeindeoberhaupt beim Termin mit Bundesminister a. D. Peter Ramsauer überzeugt und wies darauf hin, dass die Bahn gerade auch für die Beförderung von Schülern eine ganz neue Bedeutung gewinne und mit dem Bahnhaltepunkt hochattraktiv werde, wozu auch der 30 Minutentakt beitrage. Auch in Sachen Technik macht die Deutsche Bahn in der Region einen Satz nach vorne: Wie in Bischofswiesen werde bei der gesamt 65 Millionen Euro teuren Modernisierung der Bahnanlagen auf der Strecke Freilassing – Berchtesgaden auch in Piding, Bad Reichenhall, Hallthurm und Berchtesgaden auf eine elektronische Stellwerkstechnik (ESTW) umgestellt. Dies bedeute, dass der Zugverkehr zwischen diesen Bahnhöfen künftig per Mausklick von einem Fahrdienstleiter in Freilassing gesteuert wird, wie die Bahn dazu schriftlich ausführt.

MdB Peter Ramsauer zeigte sich hoch erfreut, dass das Projekt, mit dem er schon in seiner Zeit als Bundesverkehrsminister betraut war und dieses vorangetrieben hat, nun „auf die Schiene gesetzt wird“. Vertraut mit der Problematik, dass kleine Gemeinden und Kommunen die oft immensen Kosten für einen Bahnausbau beziehungsweise die Erneuerung des Schienenverkehrs in ihrem Gemeindebereich nicht in der erforderlichen Größe mittragen können, hatte er sich über die Jahre mit für die Schaffung eines neuen Finanzierungskonzeptes eingesetzt. Dieses trägt nun Früchte in Projekten wie in Bischofswiesen, wie sich Peter Ramsauer und Thomas Weber erfreut zeigten: Ist die Finanzierung doch letztlich zwischen dem Freistaat Bayern, dem Bund und der Deutschen Bahn aufgeteilt, eine Neuausrichtung, die seit Anfang des Jahres gilt – Bischofswiesen ist dabei einer der Profiteure, die Gemeindefinanzen werden damit nicht über Gebühr belastet, wie die Beiden unisono bemerkten.

Jetzt hoffe man auf der am 8. März begonnenen Baustelle auf ein unfallfreies Arbeiten auf der gut durchorganisierten Baustelle und einen pünktlichen Abschluss Ende November diesen Jahres.

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