Sechs Millionen Euro für die Große Kälbersteinschanze- MdB Peter Ramsauer: Haben hohe Förderung erkämpft

Berchtesgaden. Die großen Namen der heimischen Skisprungszene haben alle Ihre Sprünge auf den Schanzen der Bundesstützpunkt-Skisprunganlage Kälberstein absolviert und sind dort zu den Leistungen gereift, die bis hin zu WM-Titeln und Olympisches Gold reichen. „Die jetzigen Weltmeister sind Kälberstein-Weltmeister“ sagte denn nicht ohne Stolz der Erste Bürgermeister Berchtesgadens, Franz Rasp, beim Ortstermin am Dienstag und verwies auf die hohe Bedeutung, die die Anlage für den Nachwuchs in der Traditionssportart habe, die gerade in den vergangenen Wochen wieder Millionen Zuschauer vor dem Fernseher fesselte und begeisterte – einen Weltmeistertitel im Mannschaftsspringen für die heimischen DSV-Adler inklusive. 

Die ans Ende ihrer technischen Lebensdauer gekommene große Schanze soll nunmehr von Grund auf saniert werden. Sechs Millionen Euro soll der Quasi-Neubau kosten, über dessen Realisierung lange gerungen wurde. Konnte man doch im Zusammenspiel zwischen Gemeinde, Land und Bund anfänglich keine Einigung über die geschlossene Gesamtfinanzierung erzielen. Für die Gemeinde seien die angesetzten bis zu 60 Prozent anteiligen Kosten viel zu hoch und nicht realisierbar gewesen, wie der Erste Bürgermeister in der Rückschau der Verhandlungen betonte.

Insbesondere das politische Engagement des heimischen Wahlkreisabgeordneten Dr. Peter Ramsauer, des Parlamentarischen Staatssekretär im Bundesinnenministerium, Stephan Mayer, Staatsministerin Michaela Kaniber sowie Marktbürgermeister Franz Rasp und weiterer Mandatsträger brachten Bewegung in die Thematik und führten am Ende des Tauziehens und Ringens um eine realisierbare Gesamtfinanzierung zu einer – in seiner Höhe ansonsten eher unüblich hohen – Förderung von 45 Prozent durch den Bund und analog gleich hohen Förderbeiträgen des Freistaats Bayern. „Zum richtigen Zeitpunkt die richtigen Leute am richtigen Fleck“ war das Credo des politischen Dialoges bei dem Vor-Ort-Termin.

„Die heimischen Sportstätten waren und sind mir immer schon ein besonderes Anliegen gewesen und werden es immer bleiben. Deshalb war es für mich eine unbedingte Notwendigkeit für eine auch für die Gemeinde Berchtesgaden in ihrer Höhe tragbaren Gesamtfinanzierung zu kämpfen. Jetzt freue ich mich über eine hoffentlich zügige Realisierung des Projektes damit wohl in zwei Jahren hier dann wieder optimale Trainingsbedingungen für den Skisprung-Nachwuchs der Region herrschen“,  so der Bundesminister a. D. Dr. Peter Ramsauer, der sich zudem besonders erfreut zeigte, dass die Anlage letztlich klimaneutral betrieben werden solle. Dass sich der Gemeinderat zu dem Projekt einstimmig bekannte sei für ihn genauso ein positiver Aspekt des ganzen Entscheidungsprozesses, wie auch das erfolgreiche Zusammenwirken zwischen Kommune, Land und Bund zum Wohle des Sports und der Nachwuchsförderung in der heimischen Region.  

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