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52 Prozent der bundesweiten Investitionen im Ministerium Peter Ramsauers


Gastreferat des Verkehrsministers bei Freilassings Unternehmerfrühstück

Unternehmerfrühstück in Freilassing: Dr. Peter Ramsauer Der Bürgermeister der Stadt Freilassing lud ein, und mehr als 50 Wirtschaftstreibende trafen sich zum traditionellen Unternehmerfrühstück im Kundenzentrum des neuen Kiefel-Campus. Neben einer Betriebsbesichtigung und Firmenvorstellung standen ein Bericht des heimischen Wahlkreisabgeordneten und Bundesverkehrsminister Dr. Peter Ramsauer über die aktuellen Budgetplanungen in Berlin sowie wichtige Infrastrukturprojekte in den Landkreisen Traunstein und Berchtesgadener Land auf dem Programm. Dabei stellte der Minister eingangs fest: „52 Prozent der gesamten investiven Mittel des derzeit beratenen Bundeshaushalts sind in meinem Ministeriumsetat veranschlagt, etwa 14 Milliarden Euro für alle Arten von Verkehrsinfrastruktur sowie im Baubereich.“   

Zu Beginn zeigte sich Bürgermeister Josef Flatscher über die große Resonanz seitens der Unternehmer sehr erfreut und begrüßte neben seinen Amtskollegen Karlheinz Knott und Michael Hangl auch den Landtagsabgeordneten Roland Richter. Nach einer Zusammenfassung der wichtigsten anstehenden Projekte in der Grenzstadt bat das Stadtoberhaupt den Bundesminister, über Vorhaben aus Berlin und der Region zu berichten. Peter Ramsauer beklagte dabei in seiner Ansprache die strukturell „hoffnungslose Unterfinanzierung“ der bundesweiten Infrastrukturmaßnahmen mit Bezug auf Straße, Eisenbahn und Bundeswasserstraßen: „Bei der Bahn bräuchte ich statt vier vielmehr fünf Milliarden Euro, um bedarfsgerecht auszubauen.“ Das Verhältnis bezüglich Straßeninvestitionen sei noch ungünstiger, denn statt der veranschlagten fünf Mrd. Euro würden 7,5 Mrd Euro benötigt, um Lärm- und Umweltschutzbelange zu wahren und den technischen Anforderungen gemäß Stand zu halten. „Wir haben einen irren Erhaltungsrückstand allein im Bereich der Brücken. Von 38.700 Brückenbauwerken auf den Bundesstraßen und Autobahnen müssen in den nächsten Jahren dringendst 20 Prozent saniert werden. Zwischen dem Inntal-Dreieck und dem Walserberg sind es 90 Brückenbauwerke auf der A8.“ Entgegen seinen Vorgängern habe er als Bundesminister den Schwerpunkt der Investitionsmittel in die alten Bundesländer gelegt.

Mit Blick auf die heimatliche Region sprach der Verkehrsminister eingangs den Ausbau der Autobahn 8 an, der Zug um Zug von Westen her angegangen würde. Wann allerdings ein Planfeststellungsverfahren für das Berchtesgadener Land käme, sei nicht absehbar. Problematisch seien hierbei natürlich die Bereiche Anger, Aufham und Piding. Die gesamte Lage stelle sich äußert komplex dar, vor allem auch innerhalb der Gemeinden. Hinsichtlich des Bahnausbaus München-Mühldorf-Freilassing liefen derzeit drei Planfeststellungsverfahren, die in vollem Gange seien: neben den Strecken Mühldorf-Altmühldorf und Mühldorf-Tüßling auch für das dritte Gleis in Freilassing.  Bis Juni nächsten Jahres sollten die Beschlüsse stehen. Wenn es weiterhin so strikt laufe, könnte in Freilassing in gut einem Jahr zu bauen begonnen werden, prognostiziert der Minister.

Mit Blick auf die Diskussionen um den Salzburger Flughafen verdeutlichte Peter Ramsauer, dass die neue Südanflugroute in der Umsetzung Zeit benötige. Es entstehe ein enormer Aufwand durch die Schaffung der technischen Voraussetzungen seitens der Luftfahrtsicherheitsbehörden, durch die Nachrüstung der Maschinen mit den technischen Geräten, durch die Schulungen der Piloten und durch die Beantragung der Lizenzen seitens der Fluglinien. Die ersten Linien seien schon aktiv gewesen, darunter auch jene von Niki Lauda, der in persönlichen Gesprächen noch einer der ärgsten Gegner dieser Maßnahme gewesen sei, so Peter Ramsauer.

Unternehmergespräch bei Kiefel Freilassing (v.l.): 3. Bürgermeister Michael Hangl, 1. Bürgermeister Josef Flatscher, Kiefel- Geschäftsführer Thomas J. Halletz (CEO), Bundesminister Peter Ramsauer, Kiefel- Geschäftsführer Peter Eisl (CFO), MdL Roland Richter und 2. Bürgermeister Karlheinz KnottAnschließend nutzten die Gäste die Gelegenheit, den neuen Campus der Firma Kiefel zu besichtigen. Geschäftsführer Thomas J. Halletz betonte nach einem kurzen Blick auf die Firmengeschichte, dass man sehr oft unwissentlich mit seinem Unternehmen zu tun habe: Denn jene Fertigungsmaschinen, die das Unternehmen entwickle, stellten Endprodukte her, die jedermann kenne. Verpackungsfolien für Energieriegel, Nudeln oder Chips gehörten ebenso dazu wie das Innenleben von Kühlschränken oder Türverkleidungen der Automobile. Selbst für medizinische Produkte entwickle die Kiefel-Mannschaft die notwendigen Schweißpressen. „Das Technologiezentrum hier in Freilassing ist in dieser Form einmalig in der Welt“, so Geschäftsführer Thomas J. Halletz abschließend. Mit etwa 360 Mitarbeitern erwirtschafte die Firma Kiefel 78 Millionen Euro Umsatz und gehöre zur weltweit aktiven Brückner Gruppe.