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Portable Mautkontrolle - Neue Technik gegen Mautprellerei

Peter Ramsauer: Mautprellerei ist kein Kavaliersdelikt

 

Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer: "Die LKW-Maut ist eine wichtige Finanzquelle. Die Einnahmen werden in eine neue Straßen-Infrastruktur in Deutschland investiert. Mautprellerei ist kein Kavaliersdelikt. Mit unserem neuen tragbaren Kontrollgerät schließen wir die Hintertürchen für Mautpreller. Unsere Kontrollen werden also flexibler und unvorhersehbarer und somit effizienter."

Das portable Kontrollgerät (KonPk) ist ein neu entwickeltes System zur Kontrolle des mautpflichtigen Verkehrs. Die Kontrollen finden auf Brücken über Bundesautobahnen oder Bundesstraßen statt. Es werden insgesamt 35 Kontrollgeräte im gesamten Bundesgebiet sukzessive zum Einsatz kommen.

Das portable Kontrollgerät besteht aus verschiedenen Komponenten (unter anderem einer Sensoreinheit (Kamera) und einem DSRC-Datensender und -empfänger), die im Kontrollfahrzeug transportiert und vor Ort auf den Brücken aufgebaut werden. Es handelt sich um eine Weiterentwicklung derselben Kontrolltechnologie, die auch auf den automatischen Kontrollbrücken zum Einsatz kommt. Bei nicht ordnungsgemäßer Entrichtung der Maut wird der jeweilige Verdachtsfall von einem Beschäftigten des Kontrolldienstes verifiziert, um eine anschließende gezielte Überprüfung durchzuführen.

Das portable Kontrollgerät wird eingesetzt, um die Vorhersehbarkeit der Kontrollstandorte zu minimieren und Kontrollen noch flexibler unter anderem dort zu ermöglichen, wo keine automatischen Kontrollbrücken fest installiert sind und eine mobile Kontrolle mit anschließender Ausleitung aufgrund der hohen Verkehrsdichte nur unzureichend möglich ist.

Des Weiteren können die bisherige hohe Laufleistung der Kontrollfahrzeuge von jährlich ca. 80.000 km verringert und der Ausstoß an Emissionen vermindert werden.

Die Mauteinnahmen lagen im Jahr 2010 bei rund 4,48 Milliarden Euro und 2011 bei rund 4,498 Milliarden Euro.