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Sportausschuss des Deutschen Bundestags besucht die heimischen Wintersportstätten

 

Dr. Peter Ramsauer fordert: Den Betreibergemeinden für heimische Wintersportstätten stärker unter die Arme greifen

  

Höhere Bundeszuschüsse gefordert – Wahlkreisabgeordneter im Dialog mit Mitgliedern des Sportausschusses des Bundestages und kommunalen Vertretern


Inzell/ Ruhpolding/ Königsee. Eine Delegation von fünf Mitgliedern des Sportausschusses des Deutschen Bundestages besuchte in den vergangenen beiden Tagen die Sportstädten in den beiden Landkreisen Traunstein und Berchtesgadener Land. Am Montag stand dabei der Besuch der Eisarena Königssee sowie die Chiemgau-Arena in Ruhpolding auf der Agenda, am Dienstag der Besuch der Max Aicher Arena in Inzell. Zur Sprache kamen insbesondere auch die Wünsche von Bürgermeistern und Landräten der betroffenen Gemeinden und Kreise, die sich über die herausfordernden Betriebskosten Sorgen machen, und den Bund stärker in der Pflicht sehen. Dr. Peter Ramsauer unterstützt die Forderungen der Gemeinden und begleitete die Ausschussgruppe als regional zuständiger Wahlkreisabgeordneter.

Dass die Träger der Sportstätten der Bundesstützpunkte im olympischen Wintersport in Bayern im Chiemgau und im Berchtesgadener Land an den Grenzen der Belastbarkeit stehen, wurde durch eine gemeinsame Erklärung der jeweiligen Bürgermeister, des Bob- und Schlittenverbandes sowie des Olympiastützpunktes Bayern deutlich. Dessen Leiter Klaus Pohlen betonte kritisch: „Die Defizite gehen einseitig zu Lasten der Gemeinden.“ Sechsstellige Größenordnungen seien auf Dauer für die Gemeinden nicht zu bewältigen.

In dem Positionspapier machen die Unterzeichner deutlich, dass die jährlich ansteigenden Ausgaben bei seit 15 Jahren sogar leicht sinkender Förderung für die Trainingsstättenförderung (TSF) durch Bund und Freistaat einseitig zu Lasten der Träger gehen. Bei einzelnen Standorten sei es sogar zu konkreten Kürzungen der Förderungen gekommen.

Belastungsgrenzen überschritten

Von Seiten der Kommunen und Gemeinden bestehe weiterhin Bereitschaft in der Spitzensportförderung Verantwortung im Bereich der Finanzierung von Bau, Unterhalt und Betrieb als Träger der Bundesstützpunkte zu übernehmen. „Allerdings sind die Belastungsgrenzen insbesondere für die kleinen Gemeinden und Kommunen inzwischen weit überschritten“ sind sich die kommunalen Vertreter einig. Man sei künftig nicht mehr in der Lage, „die teuren Sportstätten im Wintersport zu bauen und anschließend zu betreiben und zu unterhalten, wenn Bund und Land sich in der anteiligen Finanzierung nicht deutlich stärker beteiligen“ heißt es in der Erklärung.  

Im Rahmen einer abschließenden Pressekonferenz machten die Beteiligten aus Kommunal- und Bundespolitik gleichermaßen deutlich, welche Bedeutung die großen Wintersportstädten für den bundesdeutschen Leistungssport haben und daneben ein wichtiger Tourismusfaktor seien.



Stellvertretender Ausschussvorsitzender Dieter Stier (CDU/ CSU) sagte: „Wir wollten uns vor Ort von den Sorgen und Nöten aber auch von den Erfolgen ein Bild verschaffen.“ Man habe erkannt, dass in der Finanzierung und im laufenden Betrieb die kleinen Gemeinden stark belastet sind. Der Bund habe zwar mehr Geld in das System gegeben. „Das löst aber das Problem insgesamt nicht.“ Gleichzeitig seien die verschiedenen Eigentumsstrukturen nicht ganz einfach. Hoffnungen auf eine schnelle Lösung dämpfte Stier, man wolle sich aber parteiübergreifend für eine trägerfreundlichere Finanzierung einsetzen.  

Dr. Peter Ramsauer: Pralles Sportleben kennengelernt

Dr. Peter Ramsauer sagte schon im Vorfeld der Pressekonferenz, es sei wichtig, dass die Ausschussmitglieder den Betrieb vor Ort kennenlernen würden. „Meine Kollegen haben hier einen realen und praxisnahen Eindruck gewonnen. Der ist natürlich anders als bei einem reinen Aktenstudium. Sie haben an den drei Stätten 'pralles Sportleben' kennengelernt.“ In Berlin müsse man sehen, dass die betroffenen Gemeinden und der Landkreis mit den laufenden Betriebskosten auf Dauer überfordert seien. „Die müssen eine deutlich höhere Förderungen erwarten können, der Topf muss insgesamt größer werden. Wir müssen den Betreibergemeinden stärker unter die Arme greifen“ forderte der Ausschussvorsitzende für Wirtschaft und Energie.