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Die Situation in Zypern...

 

...hat uns in dieser Woche Ruhe und Entschlossenheit abverlangt.

 

Dr. Peter RamsauerDie Krise dort wurde von Banken ausgelöst, deshalb sollte es mit dem durch das Parlament in Zypern leider abgelehnten Vorschlag auch eine faire Lastenteilung von Eigentümern, Gläubigern und Einlegern der Banken an den Kosten geben. Wer mit den oft hoch verzinsten zyprischen Geldanlagen Geld verdient, sollte auch einen Teil des Risikos tragen.

 

Etwa die Hälfte der Einlagen in Zypern wird von nicht dort ansässigen Personen gehalten, es handelt sich also im Wesentlichen nicht um Kleinsparer, sondern um wohlhabende Einleger aus dem Ausland. Beim zyprischen Geschäftsmodell geht es auch nicht um die Kleinsparer, Zypern wollte und will keine Einlagenabgabe, um die Großanleger auch künftig im selben Umfang wie bislang zu behalten.

 

Zypern hat nun - ohne die europäischen Partner oder die Troika einzubeziehen - einen neuenVorschlag entwickelt. Dieser wirft viele Fragen auf und enthält Elemente, die für die  Landesgruppe nicht verantwortbar sind. Wie man statt der einmaligen Abgabe auf hohe Einlagen die Verpfändung der Renten und Pensionen für eine gute Idee halten kann, erschließt sich kaum.

 

Das Prinzip unserer Unterstützungspolitik in der EU-Staatsschuldenkrise liegt in der Bekämpfung der länderspezifischen Ursachen für die jeweilige Krise. Zypern lebt mit einem Bankensektor, der völlig überzogen ist und hat sich damit selbst in die jetzige Lage manövriert. Der aufgeblähte Bankensektor muss dort auf Normalmaß schrumpfen.

 

Unser Vorschlag für ein Finanzhilfeprogramm dient nicht dazu, dass Zypern einfach weitermachen kann wie bisher.

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