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Wohnen in Deutschland

 

Preis- und Mietenentwicklung - Daten und Fakten


Die aktuelle Entwicklung auf den Wohnungsmärkten ist gekennzeichnet durch die wieder gestiegene Nachfrage nach Wohnraum sowie die wachsende Attraktivität von Wohnungen als Kapitalanlage. Insgesamt gibt es in Deutschland keine flächendeckende Wohnungsknappheit. Die steigende Nachfrage nach Immobilien führt aber regional zu teils sehr starken Preissteigerungen.

Seit Ende der 1990er Jahre steigen die Bestandsmieten bundesweit moderat an – im Durchschnitt der letzten 10 Jahre um jährlich 1,1 %. Dagegen stiegen die Verbraucherpreise jährlich um 1,6 %. Auch die Angebotsmieten entwickelten sich zwischen 2007 und 2010 ähnlich moderat. Mit knapp 3 Prozent haben sich die Preise bei Neuvermietungen 2011 im bundesweiten Durchschnitt moderat erhöht, in bestimmten Ballungsgebieten sowie Studentenstädten ist der Anstieg jedoch stärker. Aber: Weiterhin bestehen große regionale Unterschiede – in einem Viertel der Landkreise stagnierten die Mieten oder gingen sogar zurück.

Nach Jahren der Stagnation steigen auch die Kaufpreise für Wohnimmobilien vor allem in den Städten und deren Umland – nachdem die Preise davor jahrelang gefallen waren. Die Preise für Neubauten und Bestandsbauten entwickeln sich allerdings sehr unterschiedlich. Neubauten haben einen deutlich höheren Preisanstieg. Die regionalen Unterschiede sind hier ebenfalls groß: Die Kaufpreise stiegen insbesondere in Berlin, Hamburg, München, Frankfurt und Düsseldorf um 7 bis 9 %.
Bautätigkeit

Als Reaktion hat die Wohnungsbautätigkeit zugenommen. Die Genehmigungen des Jahres 2011 liegen erstmals wieder über dem von BBSR errechneten Neubaubedarf für 2011. Der Anstieg der Baugenehmigungszahlen betrifft vor allem den Bereich der Ein- und Zweifamilienhäuser im Eigentumssektor, wodurch erfreulicherweise die Wohneigentumsquote steigt. Es ist davon auszugehen, dass die steigende Bautätigkeit zur Entspannung auf dem Wohnungsmarkt beiträgt.

Neben der gewachsenen Nachfrage nach Immobilien insgesamt ist eine der wesentlichen Ursachen, dass über Jahre zu wenig gebaut wurde: Die Fertigstellungen im Wohnungsbau fielen von 252.000 Wohnungen 2004 auf knapp 160.000 im Jahr 2010. Seit 2009 steigt die Zahl der Baugenehmigungen wieder deutlich an. 2011 wurden mit 228.000 Wohnungen 21,7 % mehr Wohnungen neu genehmigt als 2010.

Von Januar bis September 2012 wurde in Deutschland der Bau von 178.100 Wohnungen genehmigt. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, waren das 6,2 % oder 10.400 Wohnungen mehr als in den ersten neun Monaten des Jahres 2011. In Wohngebäuden wurden von Januar bis September 2012 insgesamt 156.600 Neubauwohnungen genehmigt, das waren 6,3 % mehr als im Vorjahreszeitraum. Besonders stark stieg die Zahl der Baugenehmigungen von Wohnungen in Mehrfamilienhäusern (+ 14,0 %). In Zweifamilienhäusern wurden 4,9 % mehr Wohnungen genehmigt. Die Genehmigungen von Einfamilienhäusern gingen dagegen leicht zurück (- 2,6 %). Damit setzt sich die seit 2010 anhaltende positive Entwicklung bei den Genehmigungen im Wohnungsbau fort.

Das BBSR hält einen Wohnungsneubaubedarf von mittelfristig jährlich 193.000 Wohnungen (2010 bis 2015) bzw. langfristig 183.000 Wohnungen (2010 bis 2025) für erforderlich (BBSR Wohnungsmarktprognose 2025).

 

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