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Baukultur und Energieeffizienz Hand in Hand

Peter Ramsauer zu Gast auf der Aplhouse-Abschlusskonferenz in Seeon

 

Alphouse-Abschlusskonferenz, v.l.: Präsident der Handwerkskammer, 
Heinrich Traublinger, Bayerns Europaministerin Emilia Müller, Alpine 
Space-Programme Dr. Christian Salletmaier, Dr. Lothar Semper / 
Handwerkskammer, Bundesbauminister Dr. Peter Ramsauer sowie der 
Präsident der Bayerischen Architektenkammer, Lutz Heese Die Baukultur des alpinen Raumes zu erhalten und gleichzetig die Vorgaben der Energieeffizienz zu beachten, das war der Inhalt eines EU-geförderten Projektes, das jetzt in Seeon erfolgreich abgeschlossen wurde. Im Beisein von Bürgermeistern, Handwerksvertretern und Delegationen aus dem benachbarten Ausland diskutierten abschließend Bundesbauminister Dr. Peter Ramsauer, Bayerns Europaministerin Emilia Müller, der Präsident der Bayerischen Architektenkammer, Lutz Heese, sowie der Präsident der Handwerkskammer, Heinrich Traublinger, das sogenannte "Alphouse-Projekt". 

 

Deutlich wurde: Baukultur und Energieeffizienz müssen kein Widerspruch sein. Verschiedene Pilotregionen vom Achental über Garmisch-Partenkirchen und dem Tennengau bis hin zum italienischen Aostatal wurden als Grundlage genommen.  Für Handwerkskammerpräsident Heinrich Traublinger spielt dabei die Bewahrung eines kulturellen Erbes ebenso eine Rolle wie der Erhalt von Traditionen, die an heutige Lebensstile und Wohnformen angepasst werden müssten. Man müsse eine Balance finden zwischen den heutigen hohen energetischen Standards und dem Erhalt bestehender Bauformen in der Alpenregion. 

 

Daran knüpfte Bundesbauminister Peter Ramsauer an, der betonte, dass er dem AlpHouse-Projekt positiv gegenüber stünde. Am Beispiel des Kloster Seeons sehe man, dass es möglich sei, alte Bausubstanz stilecht zu erhalten und ein solches Objekt auch wirtschaftlich zu betreiben. Allerdings betonte Peter Ramsauer auch, dass  es fürchterliche bautechnische Verfehlungen gebe, die Vernichtung von Baukultur sei ihm in den vergangenen Jahren deutschlandweit begegnet. Und auch Häuser, die "überdämmt worden seien.  "Jetzt packen wir das aus, was wir vor sechs Jahren eingepackt haben", bilanzierte der Verkehrsminister Ramsauer: Unsachgemäße Maßnahmen führten zu Schimmel, Feuchtigkeit und Salzausblühungen im Gemäuer. Das Projekt AlpHouse wirke hierbei entgegen und bringe "eine Besinnung auf alte, regionale Baukünste". Energetisches Sanieren müssen möglich sein, "ohne dass wir das Gesicht unserer Dörfer verletzen".


Für Bayerns Europaministerin Emilia Müller liegt die Stärke Europas in der Vielfalt.  Im Alpenraum selbst stehe das Verbindende im Vordergrund, dies gelte auch für die Architektur. Traditionelle Architektur und die hohen Anforderungen an die Energieeffizienz seien keine Gegensätze, das habe das AlpHouse-Projekt nach drei Jahren gezeigt. Dabei spielt für die Ministerin das regionale Handwerk eine bedeutende Rolle: "Hier sund Tradition und Moderne angesiedelt."