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„Kraft und Innovation aus der Region“

Bundesbauminister Peter Ramsauer beim Passiv-Haus-Gipfel in Seebruck

Überreichung des Ergebnispapiers des ersten Passiv-Haus-Gipfels in Seebruck: Julia und Simon händigen Peter Ramsauer die Forderungen und Vorschläge für energieeffizientes Bauen aus (v.l. hinten: Firmenchef Michael Regnauer, Dirk Uwe Klaas und Dr. Wolfgang Feist.)„Die Energiewende ist in aller Munde, heimische Unternehmen gehen schon einen Schritt weiter“, äußerte Bundesverkehrs- und –bauminister Dr. Peter Ramsauer anlässlich seines Besuches des Passiv-Haus-Gipfels in Seebruck. Im Beisein des Entwicklers des Passiv-Hauses, Prof. Wolfgang Feist, und des Hauptgeschäftsführers des Bundesverbandes Deutscher Fertigbau EV, Dirk Uwe Klaas, besichtigte eine Delegation aus Forschung, Wirtschaft und Politik die neue Entwicklung der ansässigen Firma Regnauer, das Plus-Energie-Haus: Darin werde mehr Energie erzeugt, als die Bewohner an Strom oder Heizung verbrauchten. Selbst ein Elektro-Auto könne für jährlich 15.000 Kilometer zudem gespeist werden.

„Diese Kraft, Innovation und Nachhaltigkeit  aus der Region sind beispielhaft“, sagte Peter Ramsauer in seinem Referat im Rahmen Gipfels in Seebruck. Seitens des Ministeriums sei man sehr aktiv: „Für die CO2-Gebäudesanierung stellen wir bis 2014 jährlich 1,5 Milliarden Euro für die KfW-Programme bereit. Neben der energetischen Sanierung setzen wir im Gebäudebereich mit unserer „Forschungsinitiative Zukunft Bau“ auf den Neubau besonders energieeffizienter Häuser. Damit dies gelingt, brauchen wir starke Partner. Der heutige Passivhaus-Gipfel setzt hier ein Zeichen“, so der Minister im Beisein von Landrat Hermann Steinmassl und Landtagsabgeordneten Klaus Steiner.

 

Auch die Wissenschaft habe ihre Hausaufgaben gemacht, betonte Dr. Wolfgang Feist, Leiter des Passivhaus-Institutes Darmstadt. Die Techniken der Wärmedämmung seien so weit fortgeschritten, dass ein Passivhaus sich nicht nur durch einen hohen Wohnkomfort auszeichne, sondern auch wirtschaftlich rechne. Längst sei außerdem der nächste Schritt realisiert: Gebäude zu entwickeln, die sogar ein Plus an Energie – etwa für die Elektromobilität - produzieren würden. Der Eigenheimbesitzer der Zukunft ist nach Überzeugung der Teilnehmer am Passivhausgipfel nicht nur Energieverbraucher, sondern auch Energieerzeuger. Aus diesen Erkenntnissen von Wirtschaft und Wissenschaft heraus hat der Passivhausgipfel ein Papier erarbeitet, das Vorschläge für die weitere Zukunft des energieeffizienten Bauens unterbreitet und an Bundesbauminister Dr. Peter Ramsauer überreicht wurde.

 

Vor allem bei Neubauten bestehe die Chance, von vornherein so zu planen, dass energieautarke Gebäude – etwa durch die Passivhaustechnik – entstünden, fasste Geschäftsführer Michael Regnauer, der als Holzhaushersteller die Veranstaltung in Seebruck initiierte, den Gipfel zusammen: „Das bereits vorhandene hohe Know-how der Praxis rund um das energiesparende Bauen soll zum Nutzen von Bauwilligen und der Entwicklung weiterer innovativer Produkte intensiv vorangetrieben werden.“ Im Anschluss an den Rundgang der etwa 100 Gipfelteilnehmer im neuen „Vitalhaus“ im Musterhauspark am Chiemsee konnten auch Gäste und Einheimische das neuartige Projekt besichtigen. Mehr als 2.500  Besucher nutzten diese Chance am Tag der Offenen Tür des Unternehmens.